Portrait

Das Orchester stellt sich vor

Die Elmshorner VielHarmoniker wurden 1994 als „Blasorchester Stadt Elmshorn“ gegründet. Mit seinen zurzeit ca. 50 Musikern ist das Orchester im gesamten norddeutschen Raum ein Begriff für Bläsermusik auf hohem Niveau. Und das mit einem Ensemble, das sich mit Elan und Kompetenz, vor allem aber mit Spiellaune an die Arbeit macht. Im Orchester spielen von talentierten Jugendlichen bis hin zu semi-professionellen Amateuren im Alter von 15 bis über 65 Jahren Musiker aus allen Berufsgruppen. Diese heterogene Mischung ergibt einen sehr homogenen Klangkörper, da alle die Liebe zur sinfonischen Bläsermusik verbindet.

Das VielHarmonie Orchester Elmshorn trägt sich künstlerisch und wirtschaftlich selbst; daraus ergibt sich die Notwendigkeit, innovative konzertante Projekte mit viel Begeisterung umzusetzen. Big Band Sound und Swing prägt das Profil des VielHarmonie Orchesters Elmshorn ebenso, wie die großen Filmmusiken Hollywoods, Musicalmelodien vom Broadway, leichte Klassik oder die großen Standardstücke der Bläserliteratur. Eine gelungene Mixtur, die gute Laune macht – eben: „Musik vom Feinsten“.

Das VielHarmonie Orchester Elmshorn ist von der Besetzung vergleichbar mit einem klassischen Blasorchester. Durch den Einsatz von Holz- und Blechblasinstrumenten in Verbindung mit Schlagzeug und E-Bass lassen sich sinfonische Bläserklänge genauso stilecht interpretieren, wie Swingmelodien oder knackiger Big Band Sound.

Unter der Leitung von Wolf Tobias Maximilian Müller findet sich das VielHarmonie Orchester Elmshorn einmal in der Woche zu einer gemeinsamen Probe zusammen. Zu getrennten Holz- und Blechproben treffen sich die Orchestermitglieder ebenfalls nahezu wöchentlich. Außerdem gibt es ein- bis zweimal im Jahr arbeitsreiche Orchesterwochenenden in einer norddeutschen Jugendherberge. Alle Proben werden von erfahrenen Orchesterpädagogen geleitet.

Unser Dirigent

 

Wolf Tobias Maximilian Mu_ller - Dirigent

Wolf Tobias Maximilian Müller, geboren 1991, studiert Dirigieren am Johannes-Brahms-Konservatorium in Hamburg. Am Konservatorium leitete und dirigierte er die Einstudierung sowie Vorstellungen von Donizettis „L’elisir d’amore“. Erste musikalische Erfahrungen mit der Hamburgischen Staatsoper sammelte Wolf Tobias Maximilian Müller bereits in drei Produktionen, von 2009 bis 2012, als Pianist im Orchester der opera piccola. Als Dirigent ist er vor allem im norddeutschen Raum tätig, so wählte ihn das VielHarmonie Orchester Elmshorn schon 2013 zum musikalischen Leiter und Dirigenten. Nach einem Jahr als Interimsdirigent des Wandsbeker Sinfonie Orchesters übernahm er im Herbst 2016 die gesamte musikalische Leitung auch dieses Orchesters, das neben einem großen sinfonischem Repertoire auch regelmäßig Oratorien mit Chören zur Aufführung bringt. Neben der Arbeit mit Orchestern liegt die Leitung verschiedener Chöre in den Händen des ehemaligen, langjährigen Mitgliedes eines Knabenchores. Mit dem Kammerchor Uetersen, dessen Leitung seit 2011 in seinen Händen liegt, und dem Wandsbeker Sinfonie Orchester kommt es regelmäßig zu gemeinsamen Konzertprojekten. Regelmäßig begleitet Wolf Tobias Maximilian Müller die ehemalige, langjährige Chefdirigentin der Hamburgischen Staatsoper, Simone Young, als Assistent bei Konzertreisen national und international, wie Dresden, Berlin, Frankfurt, Manchester und Stockholm. Im Februar 2018 debütierte er in der opera stabile der Hamburgischen Staatsoper mit “Die arabische Prinzessin”.

Musikalische Highlights

San Francisco 

Im Jahre 1998 reiste das damalige Blasorchester Stadt Elmshorn zur feierlichen Einweihung der Chemaah Statue nach San Francisco (USA). Die bekannte Statue des Galeristen Valentin Burgmann wurde am dortigen Flughafen aufgestellt. Zudem standen Konzerte im „Golden Gate Park“ und am „Fishermans Warf“ auf dem Prgramm.

Las Vegas 

Unter dem Motto „We have a Dream“ reiste das Orchester 2004 erneut in die USA. Pünktlich zum 10jährigen Jubiläum sollte diese Reise ein erneutes Highlight in der jungen Geschichte des Orchesters werden. Mit seinen 40.000 deutschstämmigen Einwohnern war Las Vegas als Ziel der Reise schnell gefunden. Auf musikalischer Ebene wollte das Orchester eine Brücke zwischen den Kontinenten schlagen. Dazu bot die Musik eine ideale Grundlage. Jeder der Las Vegas schon einmal besucht hat, kann bestätigen, dass auf die Musiker viele Eindrücke zukamen und im Gegenzug versuchte jeder Musiker, etwas von sich und der deutschen Muikkultur in Vegas zurückzulassen. Dank der hochkarätigen Unterstützung in Las Vegas, standen Konzerte in der „University of Nevada“, im Gerichtsgebäude des Staates Nevada („Judge Lloyd D. George Court House“) und in der legendären Freemont Street auf dem Programm. Jene Konzertreise war für das gesamte Orchester eindrucksvoll und bleibt für immer in den Erinnerungen der Musiker.

Geschichte

In den Jahren 1980 bis 1996 formte Willy Sadkowski mit seinem pädagogischen Geschick aus dem Musikzug des F.T.S.V Elmshorn einen großen Klangkörper und legte somit früh den Grundstein zur Entstehung des Blasorchesters Ende der 80er Jahre. Konzentrierte Arbeit und intensive Schulungen, Teilnahme an Prüfungen und Lehrgängen des Landesmusikerverbandes führten dazu, dass sich das Orchester ein solides musikalisches Niveau erarbeitete.

Zu dieser Zeit fanden rege Kontakte zu Orchestern im In-und Ausland statt. So fuhren die Musiker mehrmals nach Norwegen, Österreich und Frankreich.  Diese Kontakte werden bis zum heutigen Tage gepflegt, so fährt das Orchester alle zwei Jahre zum „Internationalen Musikfest der Jugend“ nach Bad Orb im Spessart. Kurz nach dem Mauerfall wurde ein Orchesteraustausch mit Orchester Halberstadt (Sachsen-Anhalt) vorgenommen.

Unter der  Leitung von Willy Sadkowski gewann das Orchester einige Musikwettbewerbe und wurde 1988 und 1990 Deutscher Meister in der Orchesterklasse. 1990 war das Orchester sogar Ausrichter dieser Großveranstaltung. 1994 löste sich das Ensemble vom Turn –und Sportverein und gründete in Eigenregie das Blasorchester Stadt Elmshorn e.V. Ein Großteil der Gründungsmitglieder sind dem Verein bis heute als aktive Musiker oder als passive Mitglieder treu geblieben.

Nach dem überraschenden Tod von Willy Sadkowski im  Januar 1996 hatte das Orchester schnell Glück, den Musiker und Musikpädagogen Ralf Hagens für sich zu gewinnen. Nach einigen Proben stand fest, dass Ralf Hagens das Orchester übernehmen sollte. Ebenfalls durch viel Ehrgeiz und Motivation setze sich Hangens das Ziel, den durch W. Sadkowski geschaffenen Grundstein weiter auszubauen.

Schritt für Schritt gelang es ihm das musikalische Niveau weiter zu steigern und die Musiker für ein breit gefächertes Repertoire zu begeistern. Hierbei spielte die Auswahl anspruchsvoller Arrangements eine zentrale Rolle, da das Orchester so an neue Stilrichtungen, wie z.B. symphonische Blasmusik, leichte Klassik, Musicals aber auch komplexe Swing-Arrangements, herangeführt wurde.

Im Rahmen der jährlichen Abschlusskonzerte wurde – vor stets wachsendem Publikum – das erarbeitete Programm uraufgeführt. Dafür wurden regelmäßige Probenwochenenden zum festen Bestandteil der Probenarbeit, um eine intensive Konzertvorbereitung zu ermöglichen.

Neben der musikalischen Entwicklung waren zwei Konzertreisen in die USA und viele Konzertreisen innerhalb Deutschlands die Höhepunkte seines Engagements für das Orchester.

Durch den Neubau des „Saalbau Elmshorn“ eröffnete sich für die Elmshorner Musiker ein ganz neues Konzert-und Eventerlebnis. Die hervorragende Akustik spornte das Orchester an sein Publikum zu begeistern und wurde hierfür mit ausverkauften Konzerten belohnt. Bis 2012 arbeitete das Orchester in enger Kooperation mit dem Saalbau Elmshorn zusammen und blickt auf zahlreiche eindrucksvolle Konzerterlebnisse zurück.

Ein weiterer elementarer Abschnitt in der Schaffensperiode von Ralf Hagens war die Umfirmierung des Orchesters. Das Wort „Blasorchester“ passte nicht mehr zum breit gefächerten Stil des Orchesters und reine „Blasmusik“ lehnte doch zu sehr an das Brauchtum der Marschmusik an. Auch die damals getragene „Uniform“ sollte durch ein elegantes Outfit ersetz werden, um dem Ensemble einen optischen Schliff zu verleihen. Dies galt es umzusetzen und das Kreativteam des Orchesters zog sich zur Planung zurück. Schlussendlich wurde das Wortspiel „VielHarmonie Orchester Elmshorn“ geboren und die damalige Kleidung gegen legere Hemden und Blusen ausgetauscht. Das neue Design des Orchesters wurde dem Publikum im Rahmen eines Jahresabschlusskonzertes präsentiert und wurde mit positiven Emotionen vom Publikum empfangen.

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